Geschichte der Friedrich-Ebert-Stiftung
Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist die älteste politische Stiftung in Deutschland. Sie wurde 1925 mit dem Auftrag gegründet, das politische Erbe Friedrich Eberts, des ersten demokratisch gewählten Präsidenten der Weimarer Republik, weiter zu tragen.
Der Sozialdemokrat Friedrich Ebert stammte aus einfachen Verhältnissen. Er trat im Jahr 1918 die Präsidentschaft eines nach seiner Niederlage im ersten Weltkrieg krisengeschüttelten Deutschlands an.
Seine persönlichen Erfahrungen haben ihn dazu geleitet, eine Stiftung mit den folgenden Zielen ins Leben zu rufen:
- Verbreitung politischer und sozialer Bildung in allen sozialen Schichten im Sinne der Demokratie und des Pluralismus
- Erleichterung des Zugangs zu höherer Schulbildung und Forschung für junge Menschen mit fehlenden finanziellen Mitteln
- Beitrag zur internationalen Verständigung und Kooperation zwecks der Vermeidung zukünftiger Kriege und Konflikte
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde die Friedrich-Ebert-Stiftung verboten und konnte erst nach Ende des zweiten Weltkrieges im Jahr 1948 ihre Arbeit fortsetzen.
Seither engagiert sich die Friedrich-Ebert-Stiftung weltweit zugunsten einer Politik der Freiheit, Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit.
Im Geiste dieser Mission bietet die Stiftung sowohl in Deutschland als auch in mehr als 100 Ländern der Welt, Programme zur bürgerlichen sowie politischen Bildung, internationalen Kooperationen sowie Studien- und Forschungsstipendien an.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist der rechtlichen und sozialen Gleichstellung zwischen Frauen und Männern verpflichtet. Seit Anfang der 90er Jahre ist die Gender-Dimension fester Bestandteil der Internationalen Entwicklungsarbeit der Stiftung. Zudem werden die speziellen Interessen der Frauen nicht mehr separat behandelt sondern die Gender-Dimension wird in jedes der einzelnen Projekte mit einbezogen.
Heute legt die Friedrich-Ebert-Stiftung einen besonderen Schwerpunkt auf die politische und soziale Bildung, die internationale Kooperation, die Förderung der Jugend und der Forschung im Geiste der sozialen Demokratie.
Sie ist in etwa 100 Ländern der Welt und davon etwa 30 afrikanischen Ländern vertreten.

